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Tomas Krause

Über Tomas Krause

Tomas Krause ist 38 Jahre alt und Onlineredakteur bei der Dewezet. Dass er mal eine intensive Liaison mit dem Netz haben würde, hätte er eigentlich nie gedacht. Seine erste Mail versendete Tomas mit Anfang 20, das war 1998 im ersten Semester seines Soziologie-Studiums. Auch einen eigenen Computer bekam er spät. Heute hat er Google und Co. längst in sein Herz geschlossen. Und obwohl er ein waschechter „Digital Immigrant“ ist, bloggt er über Nettigkeiten, städtische Diversität und den Irrsinn des Alltags.

Gott sei Dank gab es Google nicht immer

homo faber

Für die Auswahl der Schullektüre muss man die Kultusministerien immer wieder loben. Viele dieser Romane gehören noch heute zu meinen Lieblingsbüchern. Und ich muss es wissen, denn viel später bin ich Literaturwissenschaftler geworden.

Ein Buch, das ich jährlich aufs Neue lese – und mir neulich sogar als Hörbuch geladen habe – ist Homo faber von Max Frisch. Diese fatale Liebesbeziehung zwischen einem Schweizer Ingenieur, einem Mensch der Ratio, einem schaffenden Menschen wie der anthropologische Bezug bereits nahelegt -und seiner Tochter Sabeth. Doch davon ahnt Walter Faber zu diesem Zeitpunkt noch nichts.

Ich war gerade an dem Punkt angekommen, als Walter an Bord eines Überseeschiffes Richtung Europa das junge Mädchen Elisabeth kennenlernt, als es mir durch den Kopf schoss: „Walter, warum googelst Du die Alte nicht einfach! Du kannst Dir so viel Ärger ersparen.“ Doch das ging 1957 noch nicht. Zum Glück! Denn sonst hätte es viele gute Romane nicht gegeben.

PS: Ansonsten möchte ich Google nie mehr missen.

Apples eigene Zeitrechnung

Neulich wollte ich das alte Redaktions-iPhone wieder anwerfen. Mal eben schnell, wie ich dachte.  Doch da hatte ich die Rechnung nicht mit Apple gemacht. Das Unternehmen aus Cupertino/Kalifornien, das sich allzu gern den Stempel der Simplicity formatfüllend auf die Stirn  plakatiert, überraschte mich an diesem Punkt mit – wie soll ich es höflich sagen – suboptimaler Überzeugungskraft. Oder besser gesagt, ich war konstaniert bis hämisch belustigt.
Statt einem netten Begrüßungstext „Hallo Tomas, schön das Du wieder da bist!“, stand da nur „iPhone ist deaktiviert.  In 4.761 Minuten erneut versuchen.“  Moment mal, was steht da! Wie lange soll ich warten? Augenreiben. Smartphone an- und wieder ausgemacht, auf den Kopf gedreht, dem Kollegen rübergeschoben. Kein Zweifel: Versuchen Sie es in 4.761 Minuten erneut.

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Haben Sie mal versucht auszurechen, wie viele Tage das sind? Und warum das Ganze? Während ich noch darüber nachdenke, ruft der Kollege vom Newsdesk „drei Tage, Du musst drei Tage warten!“

Okay Apple, egal welch profunder Start-Up-ITler sich das ausgedacht hat, es ist Quark! Selbst das Netz lacht/ärgert/posted schon darüber. Es gibt User, die sollen 2 Millionen Minuten warten (das sind immerhin knapp zwei Jahre). Vor meinem inneren Auge sehe ich schon so manches Gerät in der Mikrowelle schmoren und höre Siri vor Pein quietschen.

Dabei hätte alles so einfach sein können: Wie wäre es mit einer realistischen, nach menschlichen Maßstäben nachvollziehbaren Zeitangabe gewesen. Etwa: Versuchen Sie es in 10 Minuten erneut, meinetwegen auch in einer oder zwei Stunden. Selbst der Ausdruck in drei Tagen wäre okay gewesen. Aber in 4.761 Minuten……?  Nein. Beim besten Willen nicht! Dabei liegt mir der beste Hinweis bereits auf der Zunge – warum nicht gleich die Anweisung: Bitte synchronisieren Sie ihr iPhone mit iTunes, um die Sperre aufzuheben. Das ist nämlich die Lösung des Problems.

Aber wie immer geht Apple eigene Wege. Und das sage ich nicht nur, weil ich kein Fan des angebissenen Apfels bin (und wahrscheinlich auch nicht werde).

Vielleicht habt Ihr auch eine schöne Handy-Geschichte. Dann hinterlassen Sie doch einen Kommentar. Auch Android-Bashing ist willkommen (-;

 

Finde das Ende des Kabels

Wieder ein schönes Geduldsspiel aus der Welt der IT. Der Serverschrank wird zum kurzweiligen Playground beim Kollegen-Schnack. Die Regeln sind einfach: Suche und finde das Ende des Kabels. Viel Erfolg!

Was wir am IT-Support lieben

Sind zum Beispiel kurze und knackige Mails. No time to waste!

 

 

erledigt

Ist das der Grabstein von Morgen?

Das Internet hat unser Leben epochal verändert und macht offensichtlich auch vor unserem Tod nicht Halt. Wer seinen Promi-Status zu Lebzeiten per Follower und Klicks misst, der kann das jetzt auch seiner Nachwelt mitteilen – allerdings in Stein statt Bits&Bytes. Da hilft auch kein heulen, es wird so kommen. via drlima

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Best Of Spam der Woche

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Zig Mails landen jeden Tag in meinem Postfach. Darunter auch jede Menge Spam. Der ist nervig, teilweise auch gefährlich, vor allem aber unfreiwillig komisch – und deshalb liebe ich ihn. Das sind die schönsten Perlen einer Woche (für Orthographie und Zeichensetzung übernehme ich keine Verantwortung):
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Crowdfunding – ein Krimi der guten Art

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Es ist ein schönes Magazin, ein unabhängiges Kleinod jenseits des Mainstreams: Junge Journalisten, Architekten, Ethnologen und Fotografen setzen sich mit der Stadt und urbanen Entwicklungen auseinander. Für mich als Soziologen ein gefundenes Fressen. Zwei Ausgaben von „Stadtaspekte – die dritte Seite der Stadt“ hatte ich mir bereits am Kiosk gekauft; sogar ein Abo abgeschlossen. Doch die dritte Ausgabe wollte einfach nicht erscheinen. Weiterlesen