ESC kompakt: Was ist heute wichtig?

imageWenn heute Abend, Punkt 21 Uhr, die Eurovisionshymne durch Millionen von Wohnzimmern tönt, versprechen große Gesten, beeindruckende Bühnentechnik und die berühmte Punktevergabe am Schluss wieder einmal beste Fernsehunterhaltung. Kurz vor Beginn des Finales hier noch einmal ganz kompakt die wichtigsten Infos zur Show:

Wo läuft die Show?

Wie jedes Jahr überträgt das Erste ab 21 Uhr live aus Stockholm. Peter Urban wird die Show kommentieren. Schon ab 20.15 Uhr wird die Warm-Up-Party vom Hamburger Spielbudenplatz übertragen.

Wie werden die Punkte vergeben?

Die größte Veränderung in diesem Jahr: Es gibt quasi zwei Runden der Punktevergabe. In der ersten Runde werden wie gewohnt aus den einzelnen Ländern Punkte verlesen – aber: nur die 12 Points werden angesagt. Und diese Punkte sind auch nur die, die die Jurys vergeben haben. Die Punkte der Zuschauer werden aus allen Ländern zusammengerechnet und in der zweiten Runde noch einmal draufgeschlagen. Für Platz 11-26 werden die Punkte nur kurz runtergezählt, die zehn beliebtesten Beiträge bekommen mehr Zeit für die Ansage. Damit soll bis zum letzten Moment offen bleiben, wer gewinnt, weil bis zum Schluss theoretisch noch die ganze Tabelle gedreht werden kann.

Was erwartet mich in der Show?

Die Schweden nehmen sich und ihre ESC-Besessenheit ein wenig aufs Korn und schauen auf ihre lange und erfolgreiche Musikgeschichte. Von der Power-Ballade über Dance-Songs, Ethno-Klänge und Britpop bis zu Rock aus Zypern ist einiges an Musikstilen vertreten. Die gewaltige Bühne bietet einige Gelegenheiten für spektakuläre Videoanimationen. Gesungen wird auf Englisch, Französisch, Italienisch, Bulgarisch und Krimtatarisch. In der Halbzeitpause tritt dann ein echter Weltstar auf: Justin Timberlake wird seinen neuen Song „Can’t stop the feeling“ zum ersten Mal im Fernsehen singen.

Wer ist denn der Favorit?

Es gibt gleich fünf in diesem Jahr: Russland, Schweden, Frankreich, Australien und der Ukraine werden gute Chancen auf den Sieg eingeräumt. Während Russlands Uptempo-Nummer „You are the only one“ für einen technischen Wow-Effekt sorgen will, setzt Schweden auf Gelassenheit, Frankreich auf Charme und Australien auf Stimme. Auch die Stimmgewalt der Ukrainerin, die über die Deportation ihrer ukrainischen Urgroßmutter nach der Annexion der Krim durch die Sowjetunion 1944 singt, ist nicht zu unterschätzen.

Wann singt Jamie-Lee?

Sie hat von der Regie die Startnummer 10 bekommen. Gleich nach Schweden und vor Frankreich.

Welche Chancen hat denn Jamie-Lee?

Da sind die Erwartungen sehr gedämpft. Jamie-Lee kommt bei den Fans sehr gut an, wirkt vor der Kamera sehr sympathisch und souverän, die Stimme ist sicher. Allerdings ist die Konkurrenz relativ groß: Neben den fünf Favoriten gibt es viele ernsthafte Kandidaten für die Top 10 – alles dahinter ist reine Glückssache. Man muss ja immer bedenken, dass nur die jeweils ersten zehn in einem Land auch Punkte bekommen. Alles ab Platz elf ist darum noch nicht schlecht – geht halt nur leer aus.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.