Gott sei Dank gab es Google nicht immer

homo faber

Für die Auswahl der Schullektüre muss man die Kultusministerien immer wieder loben. Viele dieser Romane gehören noch heute zu meinen Lieblingsbüchern. Und ich muss es wissen, denn viel später bin ich Literaturwissenschaftler geworden.

Ein Buch, das ich jährlich aufs Neue lese – und mir neulich sogar als Hörbuch geladen habe – ist Homo faber von Max Frisch. Diese fatale Liebesbeziehung zwischen einem Schweizer Ingenieur, einem Mensch der Ratio, einem schaffenden Menschen wie der anthropologische Bezug bereits nahelegt -und seiner Tochter Sabeth. Doch davon ahnt Walter Faber zu diesem Zeitpunkt noch nichts.

Ich war gerade an dem Punkt angekommen, als Walter an Bord eines Überseeschiffes Richtung Europa das junge Mädchen Elisabeth kennenlernt, als es mir durch den Kopf schoss: „Walter, warum googelst Du die Alte nicht einfach! Du kannst Dir so viel Ärger ersparen.“ Doch das ging 1957 noch nicht. Zum Glück! Denn sonst hätte es viele gute Romane nicht gegeben.

PS: Ansonsten möchte ich Google nie mehr missen.

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