Mal eben die Welt retten

Ja, die Welt ist ungerecht. Und Politiker erst. So liegt es nahe, dass sich Ernst U. Hofmann aufmacht, die Welt lieber selbst zu retten. Einer muss es ja machen. Der wackere Journalist und Buchautor aus der Schweiz hat eine „wichtige Presse-Information von nationaler + globaler Bedeutung“ verfasst, die hier um alles Unrecht in der Welt nicht unter den Tisch fallen soll. Wie Herr Hofmann uns schreibt, blickt er auf „15 Jahre unbezahlte Recherchen“ zurück und hat jetzt die Faxen dicke: Er kündigt „Strafanzeige gegen alle deutschen Bundespolitiker“ an. Kleiner hatte es Herr Hofmann gerade nicht. Man möchte ihm gerne zurufen: Ist das nicht viel zu kurz gesprungen? Was ist mit den Landes-, Regions-, Europa-, Bezirks-, Orts-, Stadt-, Gemeinde-, Flecken- und Kreispolitikern, sollen die alle ungeschoren davonkommen? Und warum überhaupt nur Politiker, die globale Gemeinheit hat doch viele Gesichter. Wie steht es mit all unseren Vorgesetzten, mit ganz Amerika, mit Bayern München und mit Bahn-Comfort-Kunden, die unseren Sitzplatz okkupieren? Und ja, nicht zu vergessen, wir Journalisten. Lieber Kollege, beim Studium ihrer Presseinformation Nr. 1/2015 drängt sich mir die Frage auf: Sind wir überhaupt noch zu retten?

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