Mein lieber Herr Pardey,

Schfer und Herde

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Ihre Presseerklärung, mit der Sie auf unseren Beitrag „Ein Hobby-Schäfer will ins Rathaus“ reagieren, hat uns einigermaßen überrascht. In besagtem Artikel berichten Sie freimütig über ihr Vorhaben, mehrere Sprossen der Karriereleiter auf einmal zu nehmen. Sie werfen ihren Schäferhut (und einige andere Hüte aus Bau und Handwerk) in den Ring, um Erster Stadtrat zu werden oder wahlweise auch „nur“ Dezernent im Rathaus. So weit, so ambitioniert. Jetzt aber beschweren Sie sich, dass durch unseren Bericht die Vertraulichkeit gebrochen und durch „teils herabsetzend wirkende Formulierungen“ ihre Chancen auf berufliche Neuorientierung geschmälert worden seien. Das wundert uns schon. Immerhin haben Sie der Autorin des Beitrags selbst mit viel Ausdauer erklärt, warum Sie keine einschlägigen Referenzen benötigen, um der Richtige für die hohen Ämter zu sein. Und haben um alles andere als um Vertraulichkeit gebeten. Und nun sagen Sie, ihre Chancen seien gemindert, weil ihre Qualifikationen nicht vollumfänglich gewürdigt wurden. Sie kündigen sogar an, Fachaufsichtsbeschwerde bei der Stadt einzulegen. Ehrlich gesagt fehlte uns für eine ganz und gar ernsthafte Betrachtung Ihrer Bewerbung ein wenig die Fantasie. Aber wir versuchen es trotzdem einmal: Als Schäfer verfügen Sie über langjährige Erfahrung in einer leitenden Funktion, können ein großes Team durchsetzungsstark führen und sind es gewohnt, ihre repräsentativen Pflichten in angemessener Kleidung zu erfüllen. So in etwa? Die Dienstaufsichtsbeschwerde sonst bitte direkt an mich!

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