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Griese-Goal hat Berge versetzt

Was ein einziges Tor doch für Berge versetzen kann! Als es sich so mancher Hamelner am Sonntag ein kurzes Weilchen vor 18.50 Uhr auf seinem Fernsehsessel gemütlich gemacht hatte und auf den Sendestart der 1523. Lindenstraße-Folge wartete, herrschte in der Sporthalle zum Schulkamp im Mindener Stadtteil Stemmer alles andere als Gemütlichkeit. Harter Abstiegskampf in der 3. Liga der Handball-Damen war angesagt. Das Spiel zwischen dem HSV Minden-Nord und dem MTV Rohrsen hatte seinen letzten Zügen erreicht. Die Gastgeberinnen holten in Ballbesitz zum Knock-Out aus, zielten aber daneben. Und da ergriff Rohrsens routinierte Regisseurin das runde Leder, damit die Verantwortung und wuchtete die Kugel fünf Sekunden vor Abpfiff eiskalt ins HSV-Herz. Nina Griese ließ den Ball im Netz zappeln und sorgte mit ihrem goldenen Wurf für mehr als nur zwei Punkte. Dieser Treffer hatte Symbolcharakter. Dieses Tor ließ die nicht nur die Hoffnung auf den Klassenerhalt neu entflammen. Es rief vor Augen, dass sich Pech-Tränen und Glücks-Freude über eine Saison in der Regel ausgleichen. Dass Spiele in den Schlusssekunden eben auch gewonnen werden können. Zwar ist der MTV noch längst nicht über den Berg. Doch Grieses Last-Second-Goal wird entscheidende Impulse freisetzen. Im Kopf. Im Herz. Und auf der Platte.

Griese-Goal hat Berge versetzt

Was ein einziges Tor doch für Berge versetzen kann! Als es sich so mancher Hamelner am Sonntag ein kurzes Weilchen vor 18.50 Uhr auf seinem Fernsehsessel gemütlich gemacht hatte und auf den Sendestart der 1523. Lindenstraße-Folge wartete, herrschte in der Sporthalle zum Schulkamp im Mindener Stadtteil Stemmer alles andere als Gemütlichkeit. Harter Abstiegskampf in der 3. Liga der Handball-Damen war angesagt. Das Spiel zwischen dem HSV Minden-Nord und dem MTV Rohrsen hatte seine letzten Zügen erreicht. Die Gastgeberinnen holten in Ballbesitz zum Knock-Out aus, zielten aber daneben. Und da ergriff Rohrsens routinierte Regisseurin das runde Leder, damit die Verantwortung und wuchtete die Kugel fünf Sekunden vor Abpfiff eiskalt ins HSV-Herz. Nina Griese ließ den Ball im Netz zappeln und sorgte mit ihrem goldenen Wurf für mehr als nur zwei Punkte. Dieser Treffer hatte Symbolcharakter. Dieses Tor ließ nicht nur die Hoffnung auf den Klassenerhalt neu entflammen. Es rief vor Augen, dass sich Pech-Tränen und Glücks-Freude über eine Saison in der Regel ausgleichen. Dass Spiele in den Schlusssekunden eben auch gewonnen werden können. Zwar ist der MTV noch längst nicht über den Berg. Doch Grieses Last-Second-Goal wird entscheidende Impulse freisetzen. Im Kopf. Im Herz. Und auf der Platte.

Santos, der Überflieger – in allen Belangen

Wer in der Sporthalle Kirchohsen tief durchschnappte, der schmeckte sie regelrecht: Bundesligaluft. Gummersbach und Hannover-Burgdorf zelebrierten Handball vom Feinsten. Und sie weckten Sehnsüchte. Ein Bedürfnis, wieder Erstligaatmosphäre im Weserbergland zu erleben. Nicht alle zwei Jahre. Sondern alle zwei Wochen. So wie in den 90ern in der Rattenfängerhalle. Denn eines fasziniert bei dieser Sportart besonders: Die Nähe zwischen Sportlern und Fans. Das wurde auch vor einer Woche in Emmerthal deutlich. Autogrammwünsche? Kein Problem! Selfies mit den Stars? Sofort! Ein kurzer Schnack? Ohne Weiteres! In Sachen Fan-Nähe könnte und sollte sich so mancher Fußballprofi bei Gelegenheit eine große Scheibe abschneiden. Oft geht es nach dem Abpfiff schnurstracks in Richtung Kabine. Da zeigte Österreichs Handball-Nationspieler Raul Santos wie geht. Der hätte genauso gut als sympathischer Kreisliga-Kicker durchgehen können. Nur dass kein Achtliga-Fußballer so hoch springen kann.