Vorbilder ehren, das geht irgendwie anders…

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Ich bin beileibe kein Freund übertriebener zeremonieller Rührseligkeit. Es muss nicht immer der leuchtend rote Teppich sein. Aber selten fällt eine Ehrung so trostlos aus wie am Sonntag die Verleihung des Zivilcourage-Preises in Hameln. Weitgehend unter Verzicht auf Publikum, einsam unter dem Dach des Weserberglandstadions, verteilten die Verantwortlichen Urkunden in gelochten Klarsichthüllen. Verglichen damit ist jede Siegerehrung bei Bundesjugendspielen ein glamouröses Schauspiel. Vielleicht hätten ein paar anerkennende Worte des Oberbürgermeisters die Szene noch retten können, aber selbst die klassische Sonntagsrede fiel aus: Die Stadt schickte nur eine Vertretung der Vertretung. Die Preisträger haben mehr verdient, einen würdevollen Rahmen! Wenn es um Zivilcourage geht, kann die Bühne eigentlich nicht groß genug sein.

 

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